Was man auf einer Bahnfahrt so alles sieht oder Ich hab da mal ne Frage…

… warum sehen diese mega heiligen Christen eigentlich alle gleich aus?
Die gleichen hellen Jeans (dunkle könnten ja beißen), die gleichen nubbeligen, billigen Strickjacken im hübschen Matschgrau bis Kackbraun, die Ethno- Holzspangen in Haaren, die verzweifelt nach einer Kur wimmern und nicht zu vergessen, die obligatorischen Jack Wolfskin- Jacken, weil so ein bisschen raushängen lassen, dass wir Kohle haben müssen wirs ja doch. Schön auch der auffällig unauffällig mit Fischen und Kreuzen versehene Silberschmuck und die Pseudomodernen Brillen, die suggerieren sollen: “Schlau sind wir auch noch”. Getoppt wird das Ganze noch, durch den penetrant selbstgerechten Ausdruck auf den ungeschminkten Gesichtern und falls es euch noch nicht aufgefallen ist: JA, sie nerven mich. TIERISCH. Ich will hier jetzt nicht weiter in religiöse Schienen (haha) abrutschen, aber ich bin ja generell der Meinung: Wer sich aufgrund seiner Religiosität einbildet was besseres zu sein, hat einen an der Waffel.
Schön auch die etwa zehnjährigen Jungs, die meinten ihre Wurstfinger in die Transportbox meiner eh schon verängstigten und nervösen Katze stecken zu müssen. Mein nonverbaler Protest (scharfes Räuspern) führte dann wenigstens dazu, das sie die Kleene in Ruhe ließen, dafür ging es dann mit massiver Geruchsbelästigung weiter. NEIN, ihr müsst eure schalen Brote mit stinkiger, zu warm gewordener Leberwurst nicht in der S-Bahn essen. Den zunehmend erblassenden Gesichtern in meinem Umfeld war zu entnehmen, das ich nicht die einzige war der sich der Magen umdrehte.
Generell scheint stinkige Wurstwaren in öffentlichen Zügen essen zu müssen ein Lieblingssport mancher Mitmenschen zu sein. Vielleicht bin ich da empfindlich, aber ich finds ekelhaft.
Was ich ja auch wahnsinnig liebe sind Mitreisende, die meinen weil sie einen, zugegebenermaßen, großen Koffer haben, sage und schreibe vier Plätze besetzen zu müssen. Zwei für den Koffer, zwei für sich selbst. Wunderbar, da kommt besonders in einem vollen Zug Freude auf.
Über den Zustand der Züge und das Personal, werde ich hier kein weiteres Wort verlieren, sonst werde ich nie fertig, außerdem lässt sich das wunderbar im neuen Schwarzbuch Deutsche Bahn nachlesen😉
Jedenfalls bin ich dann widererwarten ohne nennenswerte Verspätung an meinem Reiseziel angekommen, aber erst nachdem mich der Zugbegleiter netterweise informierte, dass ich ja den weitesten Weg aller anderen Reisenden zurückgelegt hätte -> Informationen, die die Welt, respektive ich, nicht braucht.
Zu netteren Zeitvertreiben werden wir in den nächsten Tagen schreiten, denn so wohl das wundervolle Konzert vom Freitag, als auch die Golden Globe- Verleihung vom Sonntag, schreien nach einem Kommentar.

Bis bald, ihr Lieben!

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