Music Monday: Indica


Kaum kommt die Sonne heraus und der Frühling weckt die Erde aus ihrem Winterschlaf, fange ich an wieder Indica zu hören.

Indica ist eine finnische Band, bestehend aus den fünf Mädels Jonsu (Leadgesang, Gitarre und Klavier, Texte und Komposition), Heini (Bass), Sirkku (Keyboard, Klarinette), Jenny (Gitarre) und Laura (Drums).
Gegründet haben sie sich 2001, der Plattenvertrag folgt 2003 und das erste Album 2004. Dieses und alle weiteren Alben, die bis 2009 erscheinen, sind durchgängig auf finnisch eingesungen.
Im Jahr 2010 erscheint unter der Regie von Nightwish-Mastermind Tuomas Holopainen das erste englischsprachige Album der Band ‘A Way Away’ das sich bald (mit recht😉 ) zu einem Achtungserfolg entwickelt.
Meine Geschichte mit Indica beginnt ebenfalls mit ‘A Way Away’ (mein Finnisch ist doch so so schlecht😀 ). Vor ca. einem Jahr hörte ich zum ersten Mal die Single ‘In Passing’. Fasziniert hat mich, das hinter dieser luftig leichten Melodie und den verspielten Lyrics ein sehr ernstes Thema steckt. Der Song ist eine Message einer jungen Frau, die sich das Leben genommen hat, an ihre Schwester.
Das Album ist ein Traum aus einer wunderbar bildhaften Sprache, die es immer wieder schafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Das Album zu hören ist für mich immer wieder eine Reise: Mal wandere ich mit Lilja aus ‘Lilja’s Lament’ eine düstere nebelige Hafenpromenade entlang und stecke mit ihr zusammen meine Nase in Jane Eyre und Wuthering Heights, dann tanze ich über die ‘Islands of Light’ zwischen lichten, silbrigen Frühlingsbirken oder verwandele mich in eine Schneekönigin, die mit den ‘Children of Frost’ ständig ‘Season of Dark’ hinterher eilt.
Die Musik ist mal bombastisch und mächtig (‘Children of Frost’, ‘Islands of Light’) mal rockig (‘Straight and Arrow’) mal sanft und verträumt (‘A Way Away, ‘Eerie Eden’). Mal macht sie mich nachdenklich, mal tröstet sie mich (‘Scissor Paper Rock’) und mal zaubert sie mir ein Lächeln ins Gesicht (‘Precious Dark’).
Das Design des Albums ist sehr stimmig und liebevoll detailliert.
Das hier ist kein Metal-Album, wie man es bei mir erwarten könnte, sondern es ist gut durchdachter, wenig mainstreamiger Pop-Rock. Man merkt, nach fast einem Jahr bin ich immer noch verliebt in dieses Album (und habe auch schon andere Menschen angesteckt, was mich immer besonders freut!).
Unten könnt ihr ein bisschen reinhören, in das Album, das mein Herz stahl =)

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